Sonntag, 3. Juli 2011

Ein Hochgenuss der Fantasy

Parzival lebt in dem kleinen Ort Wehr in der Nähe eines Waldes. Er wird als Ältester den Gasthof seines Vaters übernehmen. Träumt aber von der großen weiten Welt und ihren vielen Abenteuern.

Als in Wehr das "Maienfest vorbereitet wird, dass immer am Vollmond im Mai stattfindet, planen Parzival und seine Freunde einen kleinen Ausflug in den Nahe gelegenen Wald.
Denn die alten Geschichten erzählen von den Baumelben und ihren Kindern, denen in dieser Nacht die Freiheit zum Tanzen geschenkt wird. Denn das Elbenkönigspaar Tar und Gwendolin opferten sich für das Leben auf der Erde, die zu Urzeiten noch trocken und unbewachsen war.
Und nichts ist doch wohl aufregender als den Mythen der Vergangenheit auf den Grund zu gehen, wenn sie so nah liegt.

Parzival und seine Freunde finden den Kreis der Elbenwächter indem die Baumelbinnen tanzen und beobachten ruhig und leise die Gruppe, um nicht gesehen zu werden. Denn die Mythen erzählen auch, dass niemand von dem Vorhaben, diese Gruppe zu finden, zurück gekehrt ist. Niemand ahnt, was das Schicksal für einen bereit hält. In diesem Fall die Schicksalsweberinnen, die den Teppich des Lebens weben, und ab und zu mal ein paar Fäden und Muster verändern, damit ihnen nicht zu langweilig wird.

So kommt es, dass in dieser Vollmondnacht auch die Dunkeltrollin Moraq el Goch in der Nähe der tanzenden Baumelbinnen ist. Denn sie ist der Meinung, dass ein Blutopfer dieser ihr zum ewigen Leben verhelfen kann. Moraq tötet die Wächter und treibt ein Mädchen aus der Gruppe, um es einfacher zu haben.
Aus dem Bauch heraus entscheidet sich Parzival dem Mädchen zu helfen. Da Baumelbinnen keinen Namen haben, nennt er sie Maya. Von nun an beginnt ihre gemeinsame erlebnisreiche Reise. Dann um Moraq wirklich zu entkommen, und vielleicht ihre eigentliche Gestalt wieder zu bekommen, muss Maya in die eigentliche Heimat der Elben, nach Num Thair.

Was sie so erleben. Und was sich die Schicksalweberinnen und ihre Helfer so ausdenken, lest doch einfach selbst!

Fazit:

Die Geschichte um Parzival und Maya ist so fantastisch und erlebnisreich, dass ich wirklich glücklich bin dieses Buch bekommen zu haben. Es ist eigentlich ein Hochgenuss der Fantasy.
Wenn.... wenn da nicht der Schreibstil wäre. Manche Sätze sind so lang, dass man sie mehrfach lesen muss, um alles aufzunehmen. Besonders diese sind dann auch überladen mit Informationen, dass einem der Kopf schwirrt. Andere hingegen ziehen sich leider wie Kaugummi. So dass man manchmal froh ist, dass Buch aus der Hand legen zu dürfen.

Während das Buch von einigen Händlern für die Altersgruppe von 8-10 empfohlen wird, ist es vom Verlag eher für die Altersgruppe ab 12 gedacht. Meine eigene Einschätzung ist, dass die jungen Leser entweder doch noch ein wenig Älter sein sollten. Oder sie sollten zumindest Buchjunkees sein, um dieses Buch geniesen zu können.