Sonntag, 30. Juni 2013

Blutinsel - Ullrich Hefner

Blutinsel Zum Buch: April 1971: Das Frachtschiff, Jonathan Sinclair hat heute besondere Ware. 40 Filipinos sind auf dem Weg nach Hell`s Kitchen, einer kleinen Fischerinsel. Dort sollen sie in der Fischfabrik arbeiten, doch der Sturm ist heftig. Zu stark, denn das Schiff läuft auf Grund und kentert. 36 Jahre später: Während 4 Häftlinge des Cedar Junction Department of Correction bei einem Überführungstransport aus dem verunglückten Fahrzeug flüchten, wird auf Hell`s Kitchen eine Leiche gefunden. Cathy ist zwar neu im Morddezernat, wird jedoch aus Personalmangel auf den Fall angesetzt. Da sie die einzige Frau, und dazu noch dunkelhäutig und jung ist, muss sie sich extrem beweisen. Während sie mit ihrem Kollegen Brian den Tatort inspiziert, mordet der Täter weiter. In nicht einmal 24 Stunden nach der ersten Tat wird der alte Leuchtturmwächter an einem Kreuz angenagelt gefunden. Ihm wurden die Augen entfernt. Seine Frau bleibt verschwunden. Während Cathy versucht ihre Arbeit zu machen, berichten die Seeleute von dem Geist Belfour, der die Insel heimsuchen soll. Rache will er nehmen, dafür, dass er mit seinem Schiff vor der Küste gesunken ist. Nicht umsonst heißt diese Insel Hell`s Kitchen. Vor der Küste brodelt der Teufel persönlich sein Süppchen und nur die begabtesten Seefahrer überleben es, so jedenfalls erzählen es sich die Leute. Als nun auch US-Marshalls auf die Insel versetzt werden, da vermutet wird, dass zwei der entflohenen Gefangenen auf die Insel gelangt sind, liegt der Verdacht nahe, dass diese Beiden auch für die Morde zuständig sind. Doch kann das wirklich sein? Außerdem scheinen einige der Inselbewohner ein interessantes Geheimnis mit sich herum zu tragen. Vielleicht lebt der Mörder ja schon lange auf der Insel? Meine Meinung: Cathy war mir äußerst sympatisch. Auch Brian, ihr Kollege geht für seine Kollegin einige Risiken ein. Gemeinsam sind sie ein gutes Team. Zumindest, nachdem sich einige Alleingänge beiderseits zu Aussprachen geführt haben. Dieses Buch offenbart ein wirres Irrspiel, denn lange ist nicht sicher, was der Gefangenenausbruch mit den Morden auf der Insel zu tun haben. Ist da wirklich ein Zusammenhang? Oder werden hier 2 Geschichten in einer erzählt? Erst spät wird ein unerwarteter Zusammenhang klar. Und gerade das gefällt mir extrem an diesem Buch. Lange hat der Leser kaum eine Ahnung. Immer wieder überrascht etwas Neues. Und der Täter:...... Nee, lest einfach selber Gesammteindruck: Ein tolles Leseerlebnis, mit irrem Verwirrspiel. Ein Muss für jeden Thrillerfan.