Freitag, 18. März 2011

Blaue Augen - Joanne Harris

Benjamin - von der Mutter B.B. genannt - nennt sich selber Blauauge. Vor allem im Internet. Weil Blau seine Farbe ist. Seine Mutter hatte sie ihm zu geteilt, als er noch ganz klein war. Einfach um es sich leichter zu machen. Benjamin hatte 2 Geschwister: Nigel - der die Farbe schwarz hatte. Und Brendon, seine Farbe war braun. Die Farben waren einfachhaltshalber zu geteilt, damit es leichter war, z.B. die Wäsche zu sortieren.
Nicht zu vergessen wäre Malcolm, der Zwillingsbruder von Benjamin. Leider ist dieser jedoch schon im Mutterleib verstorben. Einfach von Benjamin verschluckt. So sagt es zumindest seine Mutter. Einen Vater gab es nicht.
Während Blauauge in seiner Mutter die Hoffnung weckt, etwas besonderes zu sein, sind die Geschwister meist auf sich allein gestellt. Sie haben ja einander!
Im allgemeinen scheint er so durchzukommen, obwohl er schwankt zwischen den Anforderungen, die an ihn gestellt werden und dem Hass zu seiner Mutter. Früh hat er gelernt, dass alles einen Nutzen hat.
Für seine wirklich besondere Gabe Wird er ausgelacht: Er sieht Töne, Stimmen und Wörter als Farben.
Und Mord ist blau. Wie er!
Somit ist es auch selbstversändlich für ihn, dass er mordet. Aber er mordet nicht einfach so. Sondern mit Tücke. Damit man ihm nichts nachweisen kann. Es soll alles aussehen, wie Unfälle.....
Doch dass reicht Blauauge nicht. Er schreibt seinen Blog. Um seine Taten öffentlich zu machen. Dabei spricht er von sich in der 3. Person. Um sich selbst zu bewundern. Ausserdem hat es für seine Leser den Eindruck als schreibe er gern Geschichten. Durch die Kommentare bekommt er Bestätigung. Dabei bevorzugt er vor allem die negativen.

Meine Meinung:

 Das Buch ist geschrieben in Blogform. Vor allem "Blauauges" Taten und Gedanken sind zu lesen. Irritierend ist für mich ein wenig, dass ich oft das Gefühl hab, es schweift etwas ab. Dabei handelt es sich um Fakten, die für den Buchleser eigentlich notwendig sind. Jedoch sicher niemals in einem Blog auftauchen würde, wenn man anonym bleiben will.
Schreibstil ist einfach und spannend. Ich selbst konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Idee, ein Buch als Blog zu schreiben, finde ich toll. Die Umsetzung hat noch leichte Schwächen. Aber ist durchaus ein toller Zeitvertreib.